Rezension: Kennen Sie den …? von Clara Gabriel

Kreuzfahrt-Liebe Band 2

  • Als E-Book oder Taschenbuch (302 Seiten)
  • veröffentlicht: 7. Januar 2019
  • ISBN-13: 978-3981987515

Darum geht es

Victoria ist die Chefin eines Pharmakonzerns, David ein erbitterter Gegner der Idee, mit teuren Medikamenten Geld zu verdienen. Die beiden geraten nicht nur juristisch aneinander – bald schon laufen sie sich auch persönlich über den Weg: Auf dem Kreuzfahrtschiff, auf dem Victoria als Passagierin eincheckt, ist David als Entertainer angestellt.
Zur beiderseitigen Überraschung entpuppt sich der jeweils andere im wahren Leben als deutlich attraktiver als angenommen. Doch eine Beziehung kommt nicht infrage. Schließlich ist David juristische gesehen noch immer ein Gegner und Victoria überdies noch in ihren Exfreund verliebt, der ausgerechnet mit seiner Neuen in der Nachbarkabine weilt.

Meine Meinung

»Kennen Sie den …?« von Clara Gabriel ist wohl genau das, was man als Lektüre auf einem Kreuzfahrtschiff zur Hand nimmt. Ein bisschen Bordleben, einige schöne Ausflüge mit karibischem Flair und mittendrin eine nette Liebesgeschichte.
Nichts, wofür man eine Packung Taschentücher bereitlegen müsste, aber kurzweilig und amüsant. Dazu ist der Stil von Clara Gabriel flüssig zu lesen. Das Richtige für den Liegestuhl eben.
Ich habe mich wohlgefühlt auf der ›Stella Maris‹ und würde ohne zu zögern auch zum nächsten Roman wieder an Bord gehen.


Rezi-Snack: Geister auf der Metropolitan Line: Eine Peter-Grant-Story

Steckbrief:

  • Autor: Ben Aaronovitch
  • Übersetzt von: Christine Blum
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 978-3423217330
  • Erschienen am 31.05.2018

Inhalt:

U-Bahnfahrende Geister rufen Police Constable Peter Grant auf den Plan, der gemeinsam mit seinem Vorgesetzten Nightingale und seiner Cousine, die ein Praktikum im Follys absolviert, herausfinden will, welches Anliegen diese Wesen verfolgen.

Wie der Untertitel „Peter-Grant-Story“ verrät, ist die Geschichte nicht als vollwertiger Roman innerhalb der Reihe zu sehen. Vielmehr handelt es sich um einen deutlich kürzeren Lückenfüller. Infolgedessen gibt es wenig bis keine Entwicklung der Charaktere oder der großen Hintergrundgeschichte. Ein Stand-alone-Titel, der zeitlich nach dem Fingerhut-Sommer spielt, aber ohne Vorkenntnisse der Serie verständlich ist, allerdings wird einem die eine oder andere Anspielung entgehen. Die Zielgruppe ist ziemlich eindeutig die bereits vorhandene Fan-Base.

+

  • Peter Grant!
  • … und Nightingale und Molly und Toby
  • der gewohnt trockene Humor
  • eine unterhaltsame Geschichte …

  • … die aufgrund der Kürze leider recht flach und ohne Tiefgang ist. Hier wird viel Potential verschenkt.
  • Verlagsseitig hätte deutlicher herausgestellt werden müssen, dass es sich nicht nur um einen kurzen Roman handelt. 170 Taschenbuchseiten sind arg dürftig
  • die Funktion als Lückenfüller ist nicht zu übersehen

Fazit

Hier wäre mehr drin gewesen. Aufgrund der Kürze werden die Leser nicht nur enttäuscht, es wird auch viel Potential, das die Grundidee mitbringt, verschenkt.

Wegen des gewohnten Peter Grant Humors und weil es eben ein Buch aus dem ‚Rivers of London‘ Universum ist, werden die Fans es dennoch lesen. Neue Leser sollten mit Band 1 der Reihe beginnen.