Exit – Das Haus der Rätsel

Ein Exit Spiel mit den „drei Fragezeichen“

Steckbrief

  • EXIT – Das Spiel: Das Haus der Rätsel
  • Level: Einsteiger
  • Alter vom Verlag angegeben: ab 10 Jahren
  • Autoren: Inka Brand, Markus Brand
  • Verlag: Kosmos

Darum geht es

Die Exit-Reihe umfasst inzwischen etliche Spiele vom Einsteiger- bis zum Profiniveau, hinzu kommen einige Bücher.
Allen gemein ist, dass es um die Lösung von Rätseln geht. Die Rätsel sind eingebettet in eine Geschichte, die jedoch mehr schmückendes Beiwerk ist und selten der Atmosphäre dient, sondern nur die Ansammlung der Aufgaben zusammenhalten soll.

In dieser Drei-Fragezeichen-Edition wurden wir von den drei Fragezeichen in ein Haus voller Rätsel geschickt, die wir lösen müssen, bevor wir die berühmten drei Detektive treffen dürfen.

Meine Meinung

Ich deutete ja bereits an, dass man bei EXIT-Spielen keine allzu hohen Erwartungen an die Geschichten haben sollte. Hübsch ist in diesem Fall, dass die Rätsel auf die jeweiligen Stärken der entsprechenden Figur abgestimmt sind, so geht es bei Peter beispielsweise sportlich zu.

Die Rätsel selbst befinden sich auf Einsteigerniveau. Echte Hirnbrutzler sind es deshalb erwartungsgemäß nicht, aber teilweise so originell, dass ich sie noch nicht kannte, obwohl ich inzwischen einige EXIT- und ähnliche Escape-Spiele gemeistert habe.

Wie bei allen EXIT-Spielen muss das Spielmaterial teilweise verbraucht (bemalt, zerschnitten, etc.) werden.

Fazit

Eine große Herausforderung sind die Rätsel nicht, aber für echte Drei-Fragezeichen-Fans bietet das Spiel genug Stoff für einen unterhaltsamen Abend.
Der atmosphärische Profitipp: Wir haben im Hintergrund über einen Streamingdienst die Folge 29 laufen lassen.

Ein Mordsplan – Teil 11

Von der Idee zum Winzerkrimi
Heute: Überarbeitung, Durchgang I

Erinnert ihr euch an meine ‚Mordsplan‘ – Reihe? Meine Idee, euch teilhaben zu lassen an der Entstehung eines Romans – mit allen Höhen und Tiefen.
Nach einem Jahr, soll es damit heute weitergehen.

Ein Jahr ist es nun her, dass ich ›Ende‹ unter den ersten Entwurf geschrieben habe.
Normalerweise lasse ich ein Projekt nicht so lange liegen, aber andere Dinge sind dazwischen gekommen. Doch jetzt habe ich das Manuskript hervorgeholt und mache mich an den ersten Überarbeitungsdurchgang.

Nachdem der »shitty first draft« vollbracht ist, soll man das Projekt ruhen lassen. Diesen Tipp liest man häufig und er ist berechtigt. Denn nur mit etwas Abstand gelingt es, einen neuen Blick auf den Inhalt zu entwickeln. Empfohlen werden mindestens drei, besser noch sechs Monate des Wartens.
Bei mir ist es nun – ausnahmsweise – ein Jahr geworden, was mich in eine ungewohnte Situation bringt: Ich lese meinen Roman beinahe wie ein fremdes Buch.

Natürlich – ich weiß grob, was sich abspielt, und kenne die Falllösung. So etwas vergisst man bei seinem eigenen Krimi auch nach einem Jahr nicht. Doch die einzelnen Schritte meiner Protagonisten sind mir zwischenzeitlich wahrhaftig entfallen.
Bisher habe ich das Gefühl, dass dieser Umstand dem Überarbeitungsprozess durchaus guttut. Logikfehler fallen mir viel schneller auf, wenn ich die Löcher nicht aus meiner Erinnerung stopfen kann. Außerdem ist es durchaus interessant, sein eigenes Geschreibsel einmal aus Lesersicht zu erleben. Normalerweise ist man viel zu nah dran, um auch nur im Ansatz beurteilen zu können, was man da zu Papier gebracht hat. Deshalb benötigt man ja unbedingt Testleser und/oder ein Lektorat.

Verlorenes Vernegues [Rezension]

Provence Krimi von Cay Rademacher

Steckbrief

  • erschienen: Mai 2020
  • DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
  • Taschenbuch: 382 Seiten (erhältlich auch als E-Book)
  • ISBN-13 : 978-3832181215

Darum geht es

Capitaine Roger Blanc löst seinen inzwischen siebten Fall in der Provence. Es ist Winter in der Provence. Eigentlich eine ruhige Zeit, doch plötzlich machen Wölfe die Gegend unsicher. Ein Schäfer verliert Tiere und die Bewohner von Vernègues sind verunsichert. Gegen den Widerstand der Tierschützer planen sie eine Treibjagd.

Roger Blanc und seine Kollegen möchten verhindern, dass sich ein schießwütiger Mob bewaffnet auf Jagd begibt.

Und als sei die Stimmung noch nicht schlecht genug, stromert eine Erdbebenforscherin durch die Ruinen des alten Teils des Ortes, der 1909 durch ein Erdbeben zerstört worden war und prophezeit ein baldiges neues Erdbeben. Dieser Meinung ist auch der exzentrische Nostradamus-Experte aus dem Dorf.

Als es zu weiteren Übergriffen durch Wölfe kommt, eine Försterin angefeindet wird und es später auch einen ersten Toten gibt, spitzt sich die Lage zu und aus dem zunächst harmlosen Fall wird eine Mordermittlung.

Meine Meinung

Der Roman lebt über weite Strecken von seiner unterschwellig gruseligen Atmosphäre. Die Tage sind kurz, viel spielt sich in der Nacht ab. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, Roger Blanc schläft gar nicht mehr.

Die Wölfe stellen eine ständige Bedrohung dar und auch der Capitaine spürt, wie eine menschliche Urangst vor diesen Tieren in ihm wach wird.

Zudem treiben sich viele seltsame Gestalten in Vernègues herum.

Die Kulisse rundet dieses unterschwellig bedrohliche Bild ab, denn die Geschehnisse konzentrieren sich größtenteils auf das alte Dorf, das bei einem Erdbeben zerstört wurde. Zwischen dessen Ruinen, eingestürzten Gewölben und verfallenen Resten einer Burg versucht Roger Blanc gleich mehrere Vorkommnisse aufzuklären.

Der Autor Cay Rademacher hat die Stimmung gut erzeugt und allein dadurch schon ein gewisses Maß an Spannung hochgehalten. Das ist auch gut so, denn über weite Teile passiert erst einmal nicht viel. Da sind gerissene Schafe, ein paar Menschen die sich anfeinden oder seltsam verhalten, aber die eigentliche Krimihandlung beginnt erst ziemlich spät.

Trotzdem habe ich mich zu keiner Sekunde gelangweilt oder die Geschichte als zu schleppend empfunden. Die Entwicklung passte zum Grundton des Romans, der in der friedlichen, tief verschneiten Nachweihnachtszeit angelegt ist.

Meine Dauerkritik muss ich auch hier wieder anbringen: Die mehr als seltsame Beziehung von Roger zu seiner Dauer-Affäre Aveline. Dass die Frau in ihm nur ein Spielzeug sieht, während er ihr verfallen ist wie ein Schoßhund, nervt mich inzwischen. Es schwächt nicht nur das Bild der Figur. Für mich verliert der Charakter dadurch an Glaubwürdigkeit. Roger Blanc nimmt es mit Bürgermeistern, Vorgesetzten und nicht zuletzt Verbrechern auf und geht beharrlich seinen Weg, wenn es sich um die Aufklärung eines Verbrechens handelt. Und im privaten Bereich ist er weichgespülter Softie, der sich sehenden Auges von einer Frau immer wieder düpieren lässt. Das passt nicht, und was am Anfang der der Reihe noch ungewöhnlich war, stört mich inzwischen.

Die einzelnen Bände der Reihe sind abgeschlossen und aus sich heraus verständlich.

Funfact: Die beschriebenen Ruinen (altes Dorf/Burg/Mühle/Tempel) gibt es tatsächlich. Ich habe im Netz die Beschreibung einer Wanderung gefunden, die zu diesen Orten geführt hat: http://capfrandos.free.fr/vernegues.htm

Mein Fazit

Ein Krimi, dessen eigentliche Kriminalhandlung sich erst langsam entfaltet, der jedoch aufgrund seiner besonderen Stimmung und vor allem wegen des ungewöhnlichen Handlungsortes in den Ruinen von Vernegues stets über eine gewisse Grundspannung verfügt.

Der Kommissar mit Sonnenbrand [Rezension]

Gran Canaria Krimi von Tim Frühling

Der Roman flankiert von Ron miel aus Arucas und meiner kanarischen Palme

Steckbrief

  • Taschenbuch: 192 Seiten, auch erhältlich als E-Book
  • Emons Verlag
  • veröffentlicht: November 2017
  • ISBN: 978-3-7408-0177-9

Darum geht es

Kommissar Daniel Rohde und Kommissarin Brigitte Schilling verschlägt es im Rahmen eines Amtshilfeersuchens nach Gran Canaria. Statt in der herbstlichen Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg finden sie sich auf den Kanaren wieder, um dort zusammen mit den kanarischen Kollegen Jesús und Alvaro den Mord an einem Deutschen zu untersuchen. In einem Bergdorf im Süden der Insel hat es zwei Tote gegeben – beide im Umfeld der örtlichen Bäckerei. War es Neid eines Konkurrenten? Oder vielleicht eine Tat aus Eifersucht? Denn der esoterisch angehauchte Nachbar hat auch ein Auge auf die Bäckerin geworfen und scheint ohnehin tiefer in die Sache verstrickt zu sein.
Eingebettet in kanarisches Lokalkolorit nimmt das Ermittlerteam die Arbeit unter der kanarischen Sonne auf.

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Verity [Rezension]

Roman von Colleen Hoover

Steckbrief

  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • erschienen am 13. März 2020
  • als Taschenbuch (368 Seiten), E-Book oder Hörbuch
  • ISBN-13: 978-3423230124
  • Originaltitel: Verity
  • übersetzt von Katarina Ganslandt

Darum geht es

Lowen Ashleigh ist Autorin, genau wie Verity Crawford. Der Unterschied: Während Verity Crawford einen Bestseller nach dem anderen schreibt, ist Lowen weitgehend unbekannt und entsprechend pleite.
In dieser Situation bekommt sie das Angebot, Veritys Buchreihe zu Ende zu schreiben, da Verity nach einem Verkehrsunfall mit schweren neurologischen Ausfällen zu einem Pflegefall geworden ist.

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Eine Insel zum Verlieben [Rezension]

von Karen Swan

Steckbrief

  • Taschenbuch: 512 Seiten oder als E-Book
  • Originaltitel: The Greek Escape
  • Übersetzung: Gertrud Wittich
  • ISBN-13: 978-3442489268
  • Goldmann Verlag
  • erschienen: 18. Juni 2019

Darum geht es

Die Trennung von ihrem Freund Tom zwingt Chloe, Hals über Kopf in New York neu anzufangen. Sie liebt ihren Job bei einem Concierge-Service, der für superreiche Klienten auch noch die unmöglichsten Wünsche erfüllt. Alles scheint gut, bis sich die Ereignisse überschlagen: Ihre enge Freundin und Arbeitskollegin Poppy hat einen Unfall und Tom taucht in New York auf und möchte Chloe zurückgewinnen. Der Auftrag eines neuen Kunden erscheint Chloe wie ein Rettungsanker: Sie soll mit Joe zusammen nach Griechenland reisen, um dort nach einem Anwesen für ihn zu suchen. Doch auch Joe scheint ein falsches Spiel mit ihr zu treiben.

Meine Meinung

Diesen Roman habe ich gelesen, wie die Reiterin, die vom Pferd gefallen ist, und sofort wieder aufsteigt. Ich mag Bücher von Karen Swan in der Regel sehr gern, doch kürzlich hat mich die Geschichte von Cassie und Henry (Sommerhaus mit Meerblick) reichlich enttäuscht zurückgelassen. Also musste schnell ein neuer Roman der Autorin als Trostpflaster auf den Reader. Die Insel zum Verlieben war deutlich besser.

Wie bei Karen Swan so häufig, geht es auch um die Befindlichkeiten einiger reicher Menschen. Hier sind es sogar Superreiche und ihre Wünsche gelegentlich übertrieben absurd. Das fand ich teilweise überzeichnet, zumal die Lösung des jeweiligen Problems gerade mal zur Randbemerkung gerät.

Die eigentliche Geschichte ist spannend und geht sogar in Richtung Krimi. Natürlich ist und bleibt es im Kern eine romantische Erzählung. Tom? Joe? Oder doch besser keiner von beiden, weil beide nicht aufrichtig sind?

Der Auflösung habe ich entgegengefiebert, wie ich das bei Romanen von Karen Swan selten erlebt habe.

Allerdings kam das Ende ziemlich abrupt. Es passte nicht zum Rhythmus der übrigen Geschichte. Ich hatte vielmehr den Eindruck, als wäre die Autorin dem plötzlichen Drang erlegen, das Manuskript sofort zu einem Ende zu bringen.

Fazit

Insgesamt ein romantischer und zugleich spannender Roman, dessen Ende mir etwas zu knapp geraten ist, der jedoch mit einigen Wendungen zu überraschen weiß.

Die Victoria Stein Krimireihe

Neues Youtube Video online

Rechtsanwältin Victoria Stein und Privatdetektiv Jarne de Zand könnten unterschiedlicher nicht sein. SIE ist stets auf Einhaltung der Regeln bedacht, ER sieht alles locker. Zu locker, meint Victoria, und verflucht ihre Zusammenarbeit mehr als einmal. Doch zusammen geben sie ein gutes Team ab.
Mein neues Youtube Video gibt einen Überblick über die bisher erschienenen (jeweils abgeschlossenen!) Bände der Cosy Crime Reihe.

Mit einem KLICK gelangt ihr zu meinem Video auf Youtube (Achtung … öffnet eine neue Seite, ihr verlasst diese hier und so … ihr wisst schon.)