Die gemütliche Pension des Todes [Rezension]

Band 3 der Reihe „Die kleine Krimitankstelle“ von Mina Giers erscheint heute

  • Verlag: Lübbe (be.THRILLED)
  • Seitenzahl entspricht 237 einer Printausgabe
  • 1. Auflage 2022
  • ISBN des E-Books: 9783751733311
  • Verfügbare Formate: E-Book und Hörbuch (382 Minuten, ungekürzt)

Ich weiß ja nicht, ob jemand bei diesem usseligen Wetter seinen Urlaub in OWL verbringen möchte, aber sollte es jemanden in die Gegend von Bad Bekenborn ziehen, so eröffnet dort heute das neue Hotel „Zur Berghütte“. Es gehört Taissas Freunden Vincent und Magnus, und dass dort just die erste Reisegruppe durch einen Mord dezimiert wird, passt den beiden so gar nicht ins Geschäftskonzept. Taissa und ihr blinder Retriever nehmen die Ermittlungen auf.
Wer nun erfahren möchte, wie es weitergeht: Band 3 der kleinen Krimitankstelle heißt „Die gemütliche Pension des Todes“, stammt aus der Feder von Mina Giers und ist heute als E-Book und Hörbuch bei be.THRILLED erschienen.

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Herbstfreundinnen [Rezension]

Roman von Susan Mallery

  • Erscheinungsdatum 23.08.2022
  • Verlag: HarperCollins
  • Seitenzahl: 432 (Printausgabe)
  • Originaltitel The Vineyard at Painted Moon
  • Übersetzer Ivonne Senn
  • Sprecherin des Hörbuchs: Anna-Lena Zühlke
  • Länge des Hörbuchs: 13 Stunden und 55 Minuten
  • ISBN: 9783749904952

Darum geht es

Mackenzie Dienes kennt nur ein Leben: das als Winzerin auf dem Weingut ihrer Schwiegermutter. Direkt nach dem College hat sie ihren Mann Rhys kennengelernt und geheiratet. Ihre besten Freundinnen sind ihre Schwägerinnen und ihre Schwiegermutter ist wie ein Ersatz für ihre früh verstorbene biologische Mutter. Sie liebt ihre Arbeit und ihre neue Familie.
Als ihr Mann Rhys nach sechzehn Ehejahren die Scheidung will, verliert sie nicht nur ihn, sondern auch alles andere, was ihr wichtig ist. Zuhause, Arbeit, Familie, Freunde. Was ihr bleibt, ist eine Ausnahmebegabung als Winzerin und so bieten sich ihr bald neue Chancen, zumindest beruflich wieder Fuß zu fassen. Auch Stephanie, ihre Ex-Schwägerin und beste Freundin, besinnt sich auf den Wert ihrer Freundschaft, unterstützt Mackenzie und schafft es auch endlich, sich selbst emotional von ihrer fordernden Mutter zu lösen. Während sich Mackenzies Leben nach und nach verbessert, wird ihre rachedurstige Schwiegermutter immer verbitterter.

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Der Kärntner Yeti [Rezension]

Regionalkrimi von Stefan Maiwald

Bibliographische Daten

  • Servus Verlag
  • Veröffentlichung: 18.10.2022
  • 240 Seiten
  • ISBN : ‎ 978-3710402418

Darum geht es

Wendelin Kerschbaumer ist zurück in Bad Kleinkirchheim. Nach einem Brand in seiner Wohnung zieht sich der Wiener Kriminalinspektor in seinen liebsten Ferienort zurück. Doch lange kann er sich nicht entspannen, denn auf die Travestie-Künstlerin Greta Glimmer wird ein Anschlag verübt, dem weitere folgen. Stets ist Kerschbaumer in der Nähe und bald stellt sich die Frage, wem die Anschläge wirklich galten. Dass Greta Glimmer davon überzeugt ist, von einem dem Yeti ähnlichen Wesen angegriffen worden zu sein, und die Einheimischen tatsächlich an die Existenz des Waldmanns glauben, macht Kerschbaumers Ermittlungen nicht einfacher. Zusammen mit seiner Kollegin und Freundin Hilde Hofgärtner gerät Kerschbaumer in die eine oder andere brenzlige Situation, bevor er den Fall lösen kann.

Meine Meinung

Der Krimi hat mir ausgesprochen gut gefallen. Besonders sticht dabei die recht nüchterne, aber mit viel Witz und trockenem Humor gespickte Erzählstimme heraus, die sich von üblichen Krimis abhebt.
Ausschweifende Landschaftsschilderungen fehlen, der Autor beschränkt sich häufig auf das Pragmatische. So erfährt man beispielsweise auf einer von Kerschbaumers Wanderungen zwar wenig über den goldenen Herbstwald, aber dafür, dass nach jedem steilen Teilstück des Wanderwegs aus gutem Grund eine Bank steht. Diese etwas andere Art der Beschreibung fand ich sehr gelungen.

Eine weitere Besonderheit ist, dass jeder Tag mit einem humorvollen Wetterbericht und der Schilderung eines besonderen Vorkommnisses – das nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat – beginnt.

Die Geschichte selbst wird in relativ kurzen Kapiteln, gespickt mit zahlreichen pointierten Dialogen, vorangetrieben, was für einen guten und schnellen Lesefluss sorgt. Langatmige Passagen gibt es keine.

Wenn ich überhaupt etwas zu monieren habe, dann sind es Momente, in denen sich kleine Logikfehler eingeschlichen haben. So zieht sich Kerschbaumer in einer Szene eine blutende Schnittwunde in der Fußsohle zu. Alsdann räumt er rasch Wohnzimmer und Küche auf, damit niemand sieht, dass er Besuch hatte. Später erfährt der Leser, dass er überall blutige Fußabdrücke hinterlässt. Offenbar interessiert es aber die hinzugekommene Polizei nicht wirklich, dass die Wohnung voller blutiger Abdrücke ist. Es hinterfragt auch niemand, was Kerschbaumer so dringend vom Wohnzimmer in die Küche tragen musste, das so wichtig war, dass er erst danach die Wunde versorgte. Zudem wundere ich mich, welcher Mensch sich nicht zuerst etwas um die Wunde bindet und dann durch die Wohnung läuft, sondern lieber Blutspuren hinterlässt. Dass Kerschbaumer am nächsten Tag eine zwölf Kilometer lange Wanderung absolviert, freiwillig und ohne dass die Wunde stört, halte ich auch für recht realitätsfern. Normalerweise nehme ich solche Dinge einem Krimi übel. Seltsamerweise sind mir diese kleinen Ungereimtheiten hier zwar aufgefallen, störten jedoch den positiven Gesamteindruck überraschend wenig.

Der Kärntner Yeti ist der dritte Band der Reihe, lässt sich jedoch ohne Vorkenntnisse lesen.

Fazit

Ein unblutiger Regionalkrimi, der in lockerem, humorvollem Ton erzählt wird. Eine dicke Empfehlung. Dieser Krimi hat mir nach einer gewissen Leseflaute endlich mal wieder richtig Spaß gemacht.

Neuerscheinung: Cap Andritxol – Last minute in den Tod

Neuer Mallorca-Kurzkrimi erscheint heute

Ihr habt Lust auf Sommer, Sonne und Meer? Euch fehlt die passende Strandlektüre? Am liebsten leicht zu lesen, aber dennoch spannend?

Dann habe ich genau das Richtige für euch, denn mein neuer Kurzkrimi bietet euch genau das!

  • Autorin: Rana Wenzel
  • Titel: Cap Andritxol – Last minute in den Tod
  • Format: E-Book
  • Veröffentlicht: 01.07.2022
  • Erhältlich: vorerst nur bei amazon

Das sagt der Klappentext:

Vorbei ist es mit der guten Sommerstimmung im Badeort Paguera auf Mallorca. Nico, Stammgast in Beas Bistro und der Freund ihrer Mitarbeiterin Nadine, kommt von einer Wanderung nicht mehr zurück. Als Nadine ebenfalls verschwindet, glaubt Bea an einen Zusammenhang. Leider nimmt Julio, seines Zeichens Liebhaber von Beas Apfelkuchen und Angehöriger der örtlichen Lokalpolizei, ihre Befürchtungen nicht ernst. Sie ermittelt auf eigene Faust … und gerät prompt in Gefahr.

Bitterwasser [Rezension]

Ein Bad-Gastein-Krimi von Karina Ewald

Steckbrief (aka bibliographische Daten)

  • Verlag: Servus
  • Seitenzahl: 320
  • Erscheinungsdatum: 25.05.2022
  • ISBN: 978-3-7104-0310-1

Darum geht es

»Vielleicht versuchen Sie es mal mit einem guten Krimi?«, schlägt Carolin »Caro« Halbach gegen Ende des Krimis »Bitterwasser« dem zuständigen Inspektor Herzinger vor. Dieser augenzwinkernde Rat fasst zusammen, was den Kern des Romans aus der Feder von Karina Ewald ausmacht.
Bibliothekarin Caro ist nach einem Anschlag auf einen bekannten Arzt mit der Ermittlungsarbeit der Polizei nicht glücklich – richtet diese sich doch recht schnell gegen eine einzige Verdächtige. Als dann auch noch die Frage im Raum steht, ob der Anschlag am Ende sogar ihr selbst galt, mischt Caro sich – nicht unbedingt zur Freude des vorgenannten Inspektors – selbst in die Untersuchungen ein. Da nicht nur die Eröffnungsfeier des Kulturzentrums durch den Anschlag auf den Arzt gestört wurde, sondern sich kleinere und größere Unglücksfälle rund um das Gebäude häufen, erhärtet sich Caros Verdacht, dass jemand gezielt das neue Kulturkonzept der Gemeinde sabotieren möchte.

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Die kleine Krimitankstelle

Die neue Cosy Crime Reihe von Mina Giers geht heute an den Start

Fotonachweis: Retriever Najo, mit freundlicher Genehmigung von Jörg H.; Cover: Verlag be.thrilled

Nicht stören! Lolli träumt von neuen Abenteuern!

Heute erscheint Band 1 der neuen Cosy Crime Reihe um eine kleine Tankstelle, deren Inhaberin Taissa und natürlich ihrem Hund Lolli. Im ostwestfälischen Bad Bekenborn geht es nicht so beschaulich zu, wie man denken könnte, und immer geraten Taissa, Lolli und Taissas Freunde Nora, Vincent und Magnus (hach… Magnus ❤️) mitten in die spannenden Fälle hinein.

Cosy Crime, wie es sein muss.

Die Reihe erscheint beim Bastei Lübbe Imprint be.thrilled und die wunderbare Autorin ist meine liebe Freundin Mina Giers, weshalb meine Lobhudelei absolut subjektiv (und trotzdem völlig berechtigt!) ist.

Lavendelgrab

Provence Krimi von Carine Bernard

(Foto zur Verfügung gestellt von Carine Bernard)

Darum geht es

Kommissaranwärterin Lilou kümmert sich um den Fall eines verschwundenen Wissenschaftlers. Der hatte sich zuletzt mit einer alchimistischen Rezeptur aus dem 17. Jahrhunder befasst. Die Verfasser der alten Schrift lebten in einem Haus unweit des franzöischen Städtchens Carpentras. Das Gebäude ist heute nur noch eine Ruine und wird zum Dreh- und Angelpunkt des Falls.

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Die Flüsse von London treffen auf den Fluss von Schwerte

Ben Aaronovitch zu Gast in Schwerte an der Ruhr

Lesung von Ben Aaronovitch in der Rohrmeisterei Schwerte im Rahmen der Mord am Hellweg – Mörderisches Intermezzo Reihe

Es heißt ja, was lange währt, wird endlich gut und selten war der Spruch so zutreffend wie gestern Abend.

Coronabedingt war die Lesung des Londoner Autors Ben Aaronovitch im vergangenen Jahr verschoben worden, dann stand die Veranstaltung lange auf der Kippe, um nun letztlich mit einem Jahr Verspätung stattfinden zu dürfen.
Dafür hatte der Brite dann aber auch gleich zwei Neuheiten für uns mitgebracht: zum einen seine frisch erschienene Novelle »Die Füchse von Hampstead Heath«, zum anderen seinen Beitrag zur Anthologie »Mord am Hellweg 10«, namentlich die Kurzgeschichte »Die kleinen Häuschen von Schwerte«.

Ein besonderes Schmankerl: Den jeweiligen deutschen Part hat Fritz Eckenga gelesen und der Sache mit seinem unverkennbaren Zungenschlag des Ruhrpotts einen ganz eigenen Charme verliehen.

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