Ein Mordsplan – Teil 11

Von der Idee zum Winzerkrimi
Heute: Überarbeitung, Durchgang I

Erinnert ihr euch an meine ‚Mordsplan‘ – Reihe? Meine Idee, euch teilhaben zu lassen an der Entstehung eines Romans – mit allen Höhen und Tiefen.
Nach einem Jahr, soll es damit heute weitergehen.

Ein Jahr ist es nun her, dass ich ›Ende‹ unter den ersten Entwurf geschrieben habe.
Normalerweise lasse ich ein Projekt nicht so lange liegen, aber andere Dinge sind dazwischen gekommen. Doch jetzt habe ich das Manuskript hervorgeholt und mache mich an den ersten Überarbeitungsdurchgang.

Nachdem der »shitty first draft« vollbracht ist, soll man das Projekt ruhen lassen. Diesen Tipp liest man häufig und er ist berechtigt. Denn nur mit etwas Abstand gelingt es, einen neuen Blick auf den Inhalt zu entwickeln. Empfohlen werden mindestens drei, besser noch sechs Monate des Wartens.
Bei mir ist es nun – ausnahmsweise – ein Jahr geworden, was mich in eine ungewohnte Situation bringt: Ich lese meinen Roman beinahe wie ein fremdes Buch.

Natürlich – ich weiß grob, was sich abspielt, und kenne die Falllösung. So etwas vergisst man bei seinem eigenen Krimi auch nach einem Jahr nicht. Doch die einzelnen Schritte meiner Protagonisten sind mir zwischenzeitlich wahrhaftig entfallen.
Bisher habe ich das Gefühl, dass dieser Umstand dem Überarbeitungsprozess durchaus guttut. Logikfehler fallen mir viel schneller auf, wenn ich die Löcher nicht aus meiner Erinnerung stopfen kann. Außerdem ist es durchaus interessant, sein eigenes Geschreibsel einmal aus Lesersicht zu erleben. Normalerweise ist man viel zu nah dran, um auch nur im Ansatz beurteilen zu können, was man da zu Papier gebracht hat. Deshalb benötigt man ja unbedingt Testleser und/oder ein Lektorat.

Die Victoria Stein Krimireihe

Neues Youtube Video online

Rechtsanwältin Victoria Stein und Privatdetektiv Jarne de Zand könnten unterschiedlicher nicht sein. SIE ist stets auf Einhaltung der Regeln bedacht, ER sieht alles locker. Zu locker, meint Victoria, und verflucht ihre Zusammenarbeit mehr als einmal. Doch zusammen geben sie ein gutes Team ab.
Mein neues Youtube Video gibt einen Überblick über die bisher erschienenen (jeweils abgeschlossenen!) Bände der Cosy Crime Reihe.

Mit einem KLICK gelangt ihr zu meinem Video auf Youtube (Achtung … öffnet eine neue Seite, ihr verlasst diese hier und so … ihr wisst schon.)

Frankfurter Buchmesse 2019

Böse Zungen behaupten ja, die Frankfurter Buchmesse finde nur statt, damit die Buchszene sich selbst feiern und pausenlos Sekt trinken könne.
Das habe ich in den vergangenen Jahren nicht so empfunden. Aber das mit dem Sekt scheint zu stimmen …

bei Droemer Knaur

In den vergangenen Jahren habe ich die Frankfurter Buchmesse vor allem als einen Ort wahrgenommen, an dem ich mich über neue Bücher informiert habe. Das mit dem Netzwerken ist völlig an mir vorbeigegangen, auch wenn ich mich natürlich stets gefreut habe, bekannte Gesichter zu treffen. Und die Sache mit dem Sekt hatte ich so ebenfalls nicht auf dem Schirm.

In diesem Jahr lief die Messe für mich völlig anders ab. Vielleicht hing es damit zusammen, dass lange nicht feststand, ob ich überhaupt hinfahren würde. Das hat sich so kurzfristig ergeben, dass ich nicht einen Termin oder auch nur eine Verabredung hatte. „Treiben lassen“, war mein Motto.

Es trieb mich sofort nach der Ankunft zur Lesung meiner lieben Kollegin Stina Jensen. Sie hatte ihren neuen Mallorca-Krimi Serra de Tramuntana dabei und da wir besonders über diese Baleareninsel miteinander verbunden sind, war ich natürlich gespannt auf den Roman. Und ich fand, Rotweinlesung hörte sich zudem sehr vielversprechend an 😀


Stina las im Wechsel mit ihrem Kollegen Andreas Wagner, der nicht nur Winzer ist, sondern auch Winzerkrimis schreibt.
Der Rotwein war richtig gut, auch wenn ich mir nicht sicher war, wie es sich auf den Tag auswirken würde, um elf Uhr morgens das erste Glas Wein zu trinken.
Es wurde ein ziemlich lustiger Tag 🙂

Meine liebe Freundin Katrin Rodeit (derzeit mit ihren Urlaubsromanen als Julia K. Rodeit sehr erfolgreich) gesellte sich bald dazu, Jana Thiem (hatte ihren neuen Humboldtkrimi dabei) war auch am Stand und nach der Lesung stießen noch Christiane Lind (die es in diesem Jahr gleich mit zwei Titeln in die Endrunde des kindle storyteller awards und des Deutschen Selfpublishing Preises geschafft hat) und Angelika Lauriel (aktueller Krimi: Tote Frauen lügen nicht) zu uns und wir zogen gemeinsam um in den Außenbereich für die Mittagspause und etwas frische Luft. Dort komplettierte Carine Bernard (Lavendel-Krimis) die Runde.

Jana Thiem, Angelika Auriel, Rana Wenzel, Katrin Rodeit, Christiane Lind

Ein Regenguss trieb uns in die Hallen zurück. Es folgte dann tatsächlich noch etwas Netzwerken, dafür ist die Messe also doch da 🙂
Nach der Verleihung des Deutschen Selfpublisherpreises mit dem anschließenden Sekt mit der Finalistin Christiane Lind (herzlichen Glückwunsch noch einmal!) wurde es Zeit, zum Stand des Selfpublisherverbands zu wechseln. Hier wollte ich mich mit Carine Bernard treffen, außerdem stellten Jana Thiem und Stina Jensen noch einmal ihre Romane vor. Und es gab Sangria. 😀

Stina Jensen, Rana Wenzel, Jana Thiem

Nach einem kurzen Schnack mit Clara Gabriel, die den ersten Band ihrer neuen Liebesroman Reihe „Heavenfield Hearts“ im Gepäck hatte, steuerten Carine Bernard und ich schließlich den Droemer Knaur Stand an. Da Carine für Droemer Knaur und Topkrimi schreibt und ich bei feelings unter Vertrag bin, bot sich nicht nur die Gelegenheit für einen kurzen Austausch mit unseren dortigen Ansprechpartnern, wir wurden darüber hinaus auch so gut bewirtet, dass wir die Zeit vergaßen.

Kurz vor Toresschluss traf ich noch Jurenka Jurk. Wir hatten uns beim Litcamp in Heidelberg kennengelernt und wechselten ein paar Worte über die bevorstehende Online-Autorenmesse, deren Veranstalterin Jurenka ist.

Und dann war er auch schon vorbei – mein einziger Messetag in diesem Jahr. Vollgepackt mit ganz anderen Eindrücken als in den vergangenen Jahren ging es noch in die Innenstadt. Etwas essen, etwas Sightseeing und Geocaching und dann auf die Autobahn (nein, ich bin nicht selbst gefahren ;))

Ein Mordsplan, Teil 10

Von der Idee zum Winzerkrimi
heute: Jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne

… denn kaum stehen die von jedem Autor herbeigesehnten vier Buchstaben ENDE unter dem Manuskript, geht es zurück auf ‚Los‘ und der Spaß beginnt von vorne – dann allerdings im mühsamen Überarbeitungsmodus. Doch der erste Schritt ist geschafft.

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Der Berg liest

Ein Bericht über das Lesefestival in Wuppertal

Am 29.09.2019 fand zum fünften Mal das Lesefestival „Der Berg liest“ in der Wuppertaler Nordstadt statt.

Dahinter steckt eine wunderbare Idee: An fast 80 Orten gab es rund 200 Lesungen. Ob in kleinen Läden, auf Plätzen oder einfach nur im Treppenhaus: Wer etwas vorzutragen hatte, konnte sich anmelden. Literatur jeglicher Art und in zig Sprachen fand auf diese Art Gehör. Und das Beste – ich war dabei 😄

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Ein Mordsplan – Teil 9

Von der Idee zum Winzerkrimi

Was einen so vom Schreiben abhält

Okay, es entwickelt sich zu einer Art Running Gag, wenn ich jede Woche wieder verkünde, dass ich in den kommenden Tagen ‚Ende‘ unter das Manskript schreibe. Doch, ganz bestimmt.
Und wieder habe ich es nicht geschafft. Immerhin, die Angstgrenze von 50.000 Wörtern ist geknackt. Weniger sollte ein Roman meiner Ansicht nach nicht haben. Und viel ist wirklich nicht mehr zu schreiben. Der Showdown ist so gut wie getan, meine beiden Helden sind (fast) wieder in Sicherheit. Ich hoffe, sie nehmen es mir nicht übel, dass der eine nun schon seit Tagen in strömendem Regen im Wald herumliegt, während der andere in einen stinkenden Stall gesperrt ist. Doch bei mir sind tausend andere Dinge dazwischen gekommen.

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Lavagrab

Band 2 der Cosy Crime Reihe um Rechtsanwältin Victoria Stein und Privatdetektiv Jarne de Zand ist erschienen

[Werbung in eigener Sache]

Gegensätzlicher können die Hauptdarsteller der Reihe kaum sein: Sie ist organisiert, pünktlich und auf Einhaltung von Recht und Gesetz bedacht. Er ist spontan, unkonventionell und wenn es um das Wohl seiner Klienten geht, lässt er auch schon einmal alles fünfe gerade sein.
Und dennoch – oder genau deshalb – bilden Rechtsanwältin Victoria Stein und Privatdetektiv Jarne de Zand ein unschlagbares Team.

In ihrem neuen Fall, gerät Victoria einer skrupellosen Bande auf Lanzarote in die Quere.
Das sagt der Klappentext:

Urlaub auf Lanzarote. Was sich zunächst nach Erholung, Strand und Meer anhört, erweist sich für Victoria Stein bald schon als lebensgefährlich, als sie bei der Suche nach einer verschwundenen Frau hilft.
Ohne es zu ahnen, kommt Victoria dabei skrupellosen Verbrechern in die Quere.
Zum Glück erscheint Privatdetektiv Jarne de Zand unverhofft auf der Kanareninsel, denn die Lage wird immer bedrohlicher …

Der zweite Kriminalfall mit Rechtsanwältin Victoria Stein

  • Lavagrab von Rana Wenzel
  • Taschenbuch, Books on Demand, ISBN: 978-3749483761
  • E-Book zunächst nur bei amazon

Ein Mordsplan – Teil 8

Von der Idee zum Winzerkrimi

Im letzten Beitrag hatte ich optimistisch verkündet, dass ich im Laufe dieser Woche zum (vorläufigen) Ende kommen wollte. Einiges ist dazwischen gekommen. Mein Victoria Stein Krimi ist aus dem Korrektorat gekommen, Luar gibt es nun als Taschenbuch und muss entsprechend beworben werden, zudem endete die Bewerbungsphase für die Leserunde zu Luar. Auch das erfordert Zeitaufwand.

Und dann kommt noch etwas hinzu, dass das Schreiben von letzten Kapiteln so kompliziert macht:

Alle Handlungsstränge müssen zusammengeführt und aufgelöst werden.

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Ein Mordsplan – Teil 7

Von der Idee zum Winzerkrimi

In den vergangenen Beiträgen ging es gelegentlich sehr theoretisch zu. Heute bleibe ich näher am aktuellen Schreibprojekt. Nachdem ich bereits darauf gezeigt haben, wie ein Projekt startet und ein Autor am Ball bleibt, offenbare ich heute, ob ich tatsächlich am Ball geblieben bin – und auch: wie nah an meinem Plot. Denn das ist bei mir bekanntlich das größte Problem. Das dachte ich zumindest, bis ich nun auf einmal ganz anderen Schwierigkeiten begegnete.

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Ein Mordsplan – Teil 6

Von der Idee zum Winzerkrimi

Ab heute wird geschrieben. Wirklich. Ich könnte natürlich auch einen Beitrag zum Thema Prokrastinieren machen. Weil ich mich da auch auskenne. Wenn der innere Schweinehund ganz tief in die Trickkiste greift, nur damit man sich nicht an den Schreibtisch setzt. Es gibt Zeiten, da habe ich extrem saubere Fenster. Weil Fensterputzen plötzlich um so viel wichtiger erscheint als die Arbeit am Manuskript.
Merkt ihr was?
Ich bin gedanklich schon ganz weit weg …

Genau darum soll es heute gehen. Um die Frage: Wie bleibe ich am Ball?

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