Literatursommer Hellweg

Das lange Literaturwochenende im Nicolaiviertel Unna

Der Literatursommer Hellweg bietet über den gesamten Sommer hinweg die verschiedensten Veranstaltungen in Westfalen an. Den Abschluss der Reihe bildete das lange Literaturwochenende im historischen Nicolaiviertel Unna. Vom 30.08.2019 bis zum 01.09.2019 fanden sich namhafte Künstler ein, um auf der Open-Air-Bühne umgeben von Fachwerkhäusern aus ihren oder fremden Werken vorzutragen. Ein Rahmenprogramm aus Preisverleihung, Weinverkostung und Stadtführung rundete das Programm ab. Außerdem lockte ein Buchflohmarkt. ‚Mord am Hellweg‘ hatte das Lager geräumt und so gab es ungelesene und teils noch sehr aktuelle Krimis zu Schnäppchenpreisen. Allein dafür hätte sich das Kommen gelohnt, obwohl ich mich mit Rücksicht auf den Stapel ungelesener Bücher, der zuhause auf mich wartete, erstaunlich zurückgehalten habe. Doch natürlich standen die Autoren und ihre Bücher im Mittelpunkt. Ben Aaronovitch war für mich das Highlight des Abends. Ihm und seinem Auftritt habe ich einen eigenen Blogbeitrag gewidmet: http://buchsalat.de/2019/09/03/ben-aaronovitch-in-unna/

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Lesung: Die Elemente des Todes

Ein True-Crime-Thriller von Axel Petermann und Claus Cornelius Fischer

Die Autoren während der Lesung
  • Verlag: Knaur TB
  • Veröffentlicht am 01. Oktober 2018
  • 496 Seiten

Aktuell findet zum neunten Mal die Veranstaltungsreihe »Mord am Hellweg« statt. Gestern gab es in diesem Rahmen eine Lesung im Polizeipräsidium Hamm.
Das Autorenduo Axel Petermann und Claus Cornelius Fischer stellte ihr frisch erschienenes Werk »Die Elemente des Todes« vor.


Es handelt sich dabei um die Aufarbeitung einer real geschehenen Mordserie in der Form eines Romans. Aus verschiedenen Perspektiven werden die damaligen Geschehnisse durchleuchtet, nicht nur aus Sicht des leitenden Ermittlers, sondern beklemmenderweise auch aus Täterperspektive.
Während Claus Cornelius Fischer als namhafter Drehbuchautor für den schriftstellerischen Teil verantwortlich war, steuerte Axel Petermann sein kriminalistisches Know-How und Eindrücke aus seiner jahrelangen Berufserfahrung als Fallanalytiker bei.
Dementsprechend war auch die gestrige Lesung aufgebaut: Während Claus Cornelius Fischer mehrere Passagen aus dem Buch vorlas, streute Axel Petermann passende Erfahrungsberichte aus der damaligen Polizeiarbeit ein und gab Einblicke in die generelle Arbeit eines Profilers.
Diese Zusammensetzung funktionierte sehr gut. Der Vortrag des Lesenden war eindringlich, doch wirklich bedrückend wurde es in den Momenten, in denen durch Petermanns Berichte klar wurde: Das ist wirklich so geschehen.

Axel Petermann

Nach gut zwei Stunden war die Veranstaltung vorbei. Geblieben sind einige verstörende Schilderungen und die Hoffnung, dass Axel Petermann recht behalten möge, wenn er feststellt: »Es gibt böse Taten, aber die wenigsten Menschen sind wirklich böse.«