Ein weißer Schwan in Tabernacle Street [Rezension]

  • Autor: Ben Aaronovitch
  • dtv Allgemeine Belletristik
  • Übersetzung aus dem Englischen von Christine Blum
  • Originaltitel: False Value
  • ISBN 978-3-423-26278-1
  • Veröffentlichung: Oktober 2020

Darum geht es

Peter Grant verschlägt es diesmal zur SCC, einem Unternehmen des Silicon Valley Milliardärs Terrence Skinner. Skinners erklärtes Ziel ist es, eine künstliche Intelligenz mit eigenem Bewusstsein zu erschaffen und scheint dabei auch mit Kräften zu spielen, die Peter auf den Plan rufen.

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Literatursommer Hellweg

Das lange Literaturwochenende im Nicolaiviertel Unna

Der Literatursommer Hellweg bietet über den gesamten Sommer hinweg die verschiedensten Veranstaltungen in Westfalen an. Den Abschluss der Reihe bildete das lange Literaturwochenende im historischen Nicolaiviertel Unna. Vom 30.08.2019 bis zum 01.09.2019 fanden sich namhafte Künstler ein, um auf der Open-Air-Bühne umgeben von Fachwerkhäusern aus ihren oder fremden Werken vorzutragen. Ein Rahmenprogramm aus Preisverleihung, Weinverkostung und Stadtführung rundete das Programm ab. Außerdem lockte ein Buchflohmarkt. ‚Mord am Hellweg‘ hatte das Lager geräumt und so gab es ungelesene und teils noch sehr aktuelle Krimis zu Schnäppchenpreisen. Allein dafür hätte sich das Kommen gelohnt, obwohl ich mich mit Rücksicht auf den Stapel ungelesener Bücher, der zuhause auf mich wartete, erstaunlich zurückgehalten habe. Doch natürlich standen die Autoren und ihre Bücher im Mittelpunkt. Ben Aaronovitch war für mich das Highlight des Abends. Ihm und seinem Auftritt habe ich einen eigenen Blogbeitrag gewidmet: http://buchsalat.de/2019/09/03/ben-aaronovitch-in-unna/

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Ben Aaronovitch in Unna

„Es wird weitere Peter Grant Romane geben“

Open-Air-Lesung in pittoresker Umgebung

Wenn mich jemand nach meinen Lieblingsautoren fragt, muss ich seit einigen Jahren nicht lange überlegen. „Ben Aaronovitch“, antworte ich ohne zu zögern und „Peter Grant“, wenn es um Buchcharaktere geht, die ich mag/treffen will/etc.

Ben Aaronovitch

Kurz gesagt: Ben Aaronovitch hat mich mit seiner „River of London“ Serie komplett eingefangen. Romane, teilweise sogar auf Englisch, Graphic novels, Hörbücher – ich glaube, ich habe so ziemlich alles und falls es irgendwann einmal die so ersehnte Umsetzung als TV-Serie gäbe, wäre ich die Erste, die die DVD vorbestellt.

Am 31.08.2019 war Ben Aaronovitch im Rahmen des Literatursommers Hellweg im historischen Nicolaiviertel in Unna unterwegs.

Im Folgenden gibt es alles zu seiner Lesung und was er sonst noch verraten hat.

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Neues von Ben Aaronovitch

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Bekommt ihr von Aaronovitchs Rivers of London Serie auch nicht genug?
Ich habe gerade entdeckt, dass es die Graphic Novels jetzt auch auf Deutsch gibt. 🤩

Noch habe ich sie nur auf Englisch, doch das wird sich ändern 😉


Und noch eine Neuigkeit: Im Juni kommt die deutsche Antwort auf Peter Grant auf den Markt. Tobi Winter ermittelt in ‚Oktobermann‘ abstruse Fälle für das BKA. Ebenfalls aus der Feder von Ben Aaronovitch. Auf Englisch erhältlich ab Juni, auf Deutsch ab September.

Rezi-Snack: Geister auf der Metropolitan Line: Eine Peter-Grant-Story

Steckbrief:

  • Autor: Ben Aaronovitch
  • Übersetzt von: Christine Blum
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN: 978-3423217330
  • Erschienen am 31.05.2018

Inhalt:

U-Bahnfahrende Geister rufen Police Constable Peter Grant auf den Plan, der gemeinsam mit seinem Vorgesetzten Nightingale und seiner Cousine, die ein Praktikum im Follys absolviert, herausfinden will, welches Anliegen diese Wesen verfolgen.

Wie der Untertitel „Peter-Grant-Story“ verrät, ist die Geschichte nicht als vollwertiger Roman innerhalb der Reihe zu sehen. Vielmehr handelt es sich um einen deutlich kürzeren Lückenfüller. Infolgedessen gibt es wenig bis keine Entwicklung der Charaktere oder der großen Hintergrundgeschichte. Ein Stand-alone-Titel, der zeitlich nach dem Fingerhut-Sommer spielt, aber ohne Vorkenntnisse der Serie verständlich ist, allerdings wird einem die eine oder andere Anspielung entgehen. Die Zielgruppe ist ziemlich eindeutig die bereits vorhandene Fan-Base.

+

  • Peter Grant!
  • … und Nightingale und Molly und Toby
  • der gewohnt trockene Humor
  • eine unterhaltsame Geschichte …

  • … die aufgrund der Kürze leider recht flach und ohne Tiefgang ist. Hier wird viel Potential verschenkt.
  • Verlagsseitig hätte deutlicher herausgestellt werden müssen, dass es sich nicht nur um einen kurzen Roman handelt. 170 Taschenbuchseiten sind arg dürftig
  • die Funktion als Lückenfüller ist nicht zu übersehen

Fazit

Hier wäre mehr drin gewesen. Aufgrund der Kürze werden die Leser nicht nur enttäuscht, es wird auch viel Potential, das die Grundidee mitbringt, verschenkt.

Wegen des gewohnten Peter Grant Humors und weil es eben ein Buch aus dem ‚Rivers of London‘ Universum ist, werden die Fans es dennoch lesen. Neue Leser sollten mit Band 1 der Reihe beginnen.