Schneeweiße Weihnacht, Tag 10

10.
Als Victoria einige Tage später die Kanzleiküche betrat, um sich einen Kaffee zu holen, fand sie ihren Sozius Marcus Froh dort beim Frühstück vor. »Guten Morgen.«
»Morgen.« Marcus hob den Blick von der Zeitung. »Das hier ist seltsam.«
Sie sah ihren Sozius fragend an. »Was meinst du?«
»Es gab einen Toten. Ist zufällig in einem Haus gefunden worden, das abgerissen werden soll. Man vermutet, es handelt sich um einen Obdachlosen. Irgendwie kommt mir das Gesicht bekannt vor, aber ich habe ihn in einem anderen Kontext gesehen. Ich zermartere mir gerade das Hirn.«
Victoria goss sich einen Kaffee ein, dann stellte sie sich hinter Marcus und sah ihm über die Schulter. »Zeig mal her.«
Sie blickte auf das Foto, blinzelte, sah genauer hin – doch es bestand kein Zweifel. Auch sie kannte das Gesicht. »Ich kann dir sagen, woher du den Mann kennst. Er ist dir vor vier Tagen auf der Treppe begegnet, als er die Kanzlei in einem Weihnachtsmannkostüm verließ. Das ist … das war mein Mandant.«

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