Im kalten Nebel [Rezension]

Thriller von Loreth Anne White

Herausgeber : Edition M
Erscheinungstermin: 4. Juli 2017
Sprache : Deutsch
Taschenbuch : 507 Seiten
ISBN-10 : 1542046084
ISBN-13 : 978-1542046084
Originaltitel : In the Waning Light
Übersetzung: Diana Bürgel

Darum geht es

Vor über 20 Jahren hat die beschauliche Küstenstadt Shelter Bay ihre Unschuld verloren. Meg Brogans Schwester wurde vergewaltigt und ermordet, Meg selbst – offenbar Zeugin des Vorfalls – mit einer Kopfverletzung zum Sterben zurückgelassen. Als sie aus dem Koma erwacht, kann sie sich an nichts mehr erinnern.
Inzwischen ist Meg erfolgreiche True Crime Autorin, doch an ihren eigenen Fall hat sie sich nie herangewagt. Ihr wird klar, dass sie sich der Vergangenheit stellen muss, und sie kehrt in ihre alte Heimat zurück, um endlich zu klären, was damals geschehen ist. Die Stadt empfängt sie nicht mit offenen Armen, denn jeder scheint aus jener Zeit ein düsteres Geheimnis mit sich herumzuschleppen. Nur Megs Jugendliebe Blake steht zu ihr – doch selbst der spielt nicht mit offenen Karten.

Meine Meinung

Diesen Thriller von Loreth Anne White habe ich aufgrund einer Empfehlung zur Hand genommen und konnte ihn nur schwerlich wieder weglegen.
In den ersten Kapiteln war ich nicht sicher, ob der Schreibstil auf Dauer störend wirken würde. Die Autorin neigt dazu, Szenen sehr ausführlich zu beschreiben. Das bremst an einigen Stellen das Lesetempo. Andererseits erschafft sie dadurch sehr dichte, stimmungsvolle Bilder. Man muss für sich entscheiden, ob man das mag. Mir ist es an zwei, drei Stellen negativ aufgefallen, doch im Grunde hatte ich mich rasch an den Stil gewöhnt und habe mich dann auch gerne davon einfangen lassen.
Die Story ist stimmungsvoll und geschickt gesponnen. Dass jeder der damaligen Weggefährten nur eine Fassade zeigt, hinter der düstere – und zuweilen für Meg lebensbedrohliche – Abgründe lauern, macht die Geschichte so spannend, dass ich diese Zeilen soeben völlig übermüdet verfasse, weil ich gestern Abend unbedingt noch bis zum Ende lesen musste.

Fazit
Eine echte Empfehlung für Thriller Fans. Stürmische See und eine Kleinstadt voller Geheimnisse schaffen eine wohlig spannende Atmosphäre mit kleiner Liebesgeschichte on top.

A Lady’s Maid: Die Zofe [Rezension]

Sinnlicher Thriller von Richelle Staffan

Foto zur Verfügung gestellt von Richelle Staffan/Stephanie Richel

Steckbrief:

  • Kindle-Ausgabe: erhältlich
  • Epub und Print in Vorbereitung

Darum geht es

Ein Kunde eines exklusiven SM-Studios wird tot aufgefunden. Da er Spuren einer vorausgegangenen Session aufweist, geraten die Mitarbeiter des Studios in den Fokus der Ermittlungen, unter ihnen Olivia, die als Zofe bei den lustvollen Inszenierungen assistiert.
Für Detective Seargeant Christopher Collins beginnen schwierige Wochen. Nicht nur, dass die Ermittlungen alsbald ins Stocken geraten; auch Olivia interessiert ihn mehr, als seinem Job gut tut. Zu allem Überfluss befindet er sich in einer frischen Beziehung, die er nicht gefährden will.

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Der Zorn der Vergeltung [Rezension]

Winter-und-Parkov-Thriller, Band 4, von Martin Krüger

Steckbrief

  • als Taschenbuch (510 Seiten ) oder E-Book für kindle
  • ISBN: 978-2919809288
  • Verlag: Edition M
  • erschienen: 22. Oktober 2019

Zitat

Parkov ist Teil des Problems, Teil des Status Quo, den er verteidigt. Ihre lächerliche Moral wird enden, ein für alle Mal. Wenn wir fertig sind, wird alle Welt sehen können, was wirklich getan werden muss. Sie werden sehen und lernen. Sie werden es sehen müssen. (Seite 283)

Darum geht es

Die komplette Familie eines Kunsthändlers wird umgebracht. Das ruft LKA-Ermittlerin Marie Winter auf den Plan, die den BKA Berater Daniel Parkov hinzuzieht. Bald stellt sich heraus, dass der Kunsthändler einer kriminellen Organisation angehörte und der Mord die Vergeltung einer ebenbürtigen und skrupellosen Gegenpartei ist.
Für Marie Winter und Daniel Parkov beginnt eine Jagd durch weite Teile Europas.

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Der Engel des Bösen

von Martin Krüger

Winter und Parkov, Teil 2

  • Titel: Der Engel des Bösen
  • ISBN: 978-1542049764
  • Seitenanzahl: 572 Seiten
  • Verlag: Edition M
  • Veröffentlichung: 17. Oktober 2017

In Kürze kommt meine Rezension zum dritten Teil der Winter und Parkov Reihe. Da ich an mehreren Stellen auf meine Rezension zu diesem, den zweiten Teil, verweise, kommt hier vorab die etwas ältere Rezension zum zweiten Teil, damit ich nachvollziehbar Bezug nehmen kann.

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Lesung: Die Elemente des Todes

Ein True-Crime-Thriller von Axel Petermann und Claus Cornelius Fischer

Die Autoren während der Lesung
  • Verlag: Knaur TB
  • Veröffentlicht am 01. Oktober 2018
  • 496 Seiten

Aktuell findet zum neunten Mal die Veranstaltungsreihe »Mord am Hellweg« statt. Gestern gab es in diesem Rahmen eine Lesung im Polizeipräsidium Hamm.
Das Autorenduo Axel Petermann und Claus Cornelius Fischer stellte ihr frisch erschienenes Werk »Die Elemente des Todes« vor.


Es handelt sich dabei um die Aufarbeitung einer real geschehenen Mordserie in der Form eines Romans. Aus verschiedenen Perspektiven werden die damaligen Geschehnisse durchleuchtet, nicht nur aus Sicht des leitenden Ermittlers, sondern beklemmenderweise auch aus Täterperspektive.
Während Claus Cornelius Fischer als namhafter Drehbuchautor für den schriftstellerischen Teil verantwortlich war, steuerte Axel Petermann sein kriminalistisches Know-How und Eindrücke aus seiner jahrelangen Berufserfahrung als Fallanalytiker bei.
Dementsprechend war auch die gestrige Lesung aufgebaut: Während Claus Cornelius Fischer mehrere Passagen aus dem Buch vorlas, streute Axel Petermann passende Erfahrungsberichte aus der damaligen Polizeiarbeit ein und gab Einblicke in die generelle Arbeit eines Profilers.
Diese Zusammensetzung funktionierte sehr gut. Der Vortrag des Lesenden war eindringlich, doch wirklich bedrückend wurde es in den Momenten, in denen durch Petermanns Berichte klar wurde: Das ist wirklich so geschehen.

Axel Petermann

Nach gut zwei Stunden war die Veranstaltung vorbei. Geblieben sind einige verstörende Schilderungen und die Hoffnung, dass Axel Petermann recht behalten möge, wenn er feststellt: »Es gibt böse Taten, aber die wenigsten Menschen sind wirklich böse.«